Erste Autos von Fähre geborgen

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Die verunglückte Baleària-Fähre ist noch nicht geborgen worden. Foto: Á. García

Dénia – ab. Ein hispano-holländisches Unternehmen hat inzwischen damit begonnen, in Dénia die ersten Pkw aus der verunglückten Baleària-Fähre herauszuholen. Von den ursprünglichen Plänen, die Fahrzeuge erst dann an Land zu bringen, nachdem die „Pinar del Ríoa“ in den Hafen geschleppt worden ist, hat man Abstand genommen, und sich nun dazu entschieden, die Autos direkt am Unfallort an Land zu bringen. Bislang wurden etwa 17 Pkw mit einem großen Kran an Land gehievt.

Unterdessen hat die Hafenverwaltung den Zugang zu dem Unfallort versperrt, da die Zahl der Neugierigen in den vergangenen Tagen zu große Ausmaße angenommen hatte. Foto-Touristen weichen ob der Attraktion seitdem auf die Südmole im Sporthafen La Marina aus, von wo man die Vorgänge an der Nordmole sehr gut beobachten kann.

Baleària kündigte an, man werde fortan Tag und Nacht arbeiten, um sämtliche der 70 Fahrzeuge in Sicherheit zu bringen.

Die Fähre war in der Nacht von Freitag, 16. August, kurz vorm Anlegen in Dénias Hafen an der Nordmole Moll de Pansa aufgelaufen, nachdem sie große Zementblöcke gerammt hatte. Die 393 Passagiere und 21 Besatzungsmitglieder der „Pinar del Río“, die von Ibiza gekommen war, mussten gegen 23.30 Uhr von Seenotrettung, Guardia Civil und Ortspolizei in Sicherheit gebracht werden. Die Rettungsaktion dauerte bis 2 Uhr nachts, verletzt wurde niemand. Offenbar hatte sich die Fähre bei der Einfahrt in den Hafen der Mole zu sehr genähert. Der Unfall passierte kurz bevor das große Feuerwerk der Mauren-und-Christen-Feiern am Hafen von Dénia abgeschossen wurde.

Eine offizielle Mitteilung über die Unfallursache hat Baleària bislang nicht herausgegeben.

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