Gefährdete Korallen im Mittelmeer

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Östlich von Ibiza wurde ein Wald aus Bambus-Korallen entdeckt. Foto: pixabay

Palma – ck. Das fragile Gleichgewicht des Mittelmeers leidet unter wirtschaftlichen Interessen und Folgen des beschleunigten Klimawandels. Besonders gefährdet sind die Korallen. Diese Unterwasserwälder mit Kalkskeletten, deren Formationen durchschnittlich um vier Millimeter im Jahr wachsen, gehören zu den Blumentieren und bieten anderen Fischen und Meerestieren Zuflucht. Sie bilden die Grundlage für die Meeresfauna, so Covadonga Orejas, Wissenschaftlerin am Spanischen Institut für Ozeanografie der Balearen (IEO).
Im Mittelmeer leben 200 Korallenarten von insgesamt 5.600 bekannten. Sie benötigen kaltes Wasser und wachsen in einer Tiefe ab 150 bis 200 Metern. Die Erwärmung des Wassers und die Übersäuerung, weil es mehr CO2 aufnehmen muss als es verträgt, machen den Lebewesen zu schaffen. Vier Arten wurden 2017 in das Abkommen von Barcelona zum Schutz des Meeres und der Mittelmeerküsten aufgenommen, da sie stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Es handelte sich um den Meeresbambus, die Baum-, die gelbe Baumkoralle und die Steinkoralle.

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