Weniger bar, mehr digital

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Bargeld ist anonym, wer andere Zahlungsmittel wie Kreditkarten oder Smartphones nutzt, hinterlässt Datenspuren. Fotos: Wikimedia, Pixabay, Archiv

ds. In der Zukunft unseres Geldsystems wird Bargeld wohl fast keinen Platz mehr haben, das Ende der Münzen und Scheine rückt immer näher. Weltweit schmälern Behörden zusehends Bargeldgrenzen, Barzahlungen werden dem Kunden madig gemacht und neue, fortschreitende Technologien reizen mit einfachen, schnellen digitalen Bezahlformen – die Europäische Zentralbank erwägt mittlerweile sogar einen E-Euro. Wie ist derzeit die Lage und auf was müssen wir uns dieses Jahr und künftig einstellen?
Bargeld verliert weiter Terrain. Beispiele, dass der Barzahlung immer mehr „Freiheiten“ genommen werden, gibt es zur Genüge. Zu Jahresbeginn wurde in Deutschland die Grenze für den anonymen Barkauf von Edelmetallen, sogenannte Tafelgeschäfte, von 10.000 auf 2.000 Euro herabgesetzt. Begründung: Bekämpfung der Geldwäsche. Allerdings konnten 2017 von knapp 60.000 Geldwäscheverdachtsmeldungen nur 0,1 Prozent Edelmetallen zugeordnet werden.
Jüngst kündigte die deutsche Budget-Design-Hotelmarke prize–otel an, kein Bargeld mehr zu akzeptieren. Begründung: „Das Bargeld hat in unserer digitalen Zeit seine Legitimation sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht verloren. Es macht schlichtweg keinen Sinn, Bargeld physisch durch die Gegend zu transportieren, wenn der digitale Weg schneller, sicherer und hygienischer ist“, so Constantin Rehberg, Chief Digital Officer bei prizeotel.

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