Wertvoll, aber nicht einzigartig

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Murcia – sg. Die Sierra Espuña, das Vorzeige-Gebirge der Region Murcia, wird nicht zum Nationalpark erklärt. Das teilte die Behörde für Nationalparks des Umweltministeriums in Madrid mit, wie die Zeitung „La Verdad“ berichtet. Zur Begründung hieß es, dass der 17.000 Hektar große Kiefernwald nicht das Kriterium erfülle, ein einzigartiges Ökosystem in Spanien darzustellen.
Die Absage kam nicht überraschend. Als das Landesministerium für Landwirtschaft in Murcia unter der vorherigen konservativen PP-Regierung den Antrag stellte, war klar, dass es sehr schwierig werden würde, den Grad eines Nationalparks zu erlangen. Die Sierra Espuña sei ein großartiger wertvoller Regionalpark, sagte die Direktorin für Nationalparks, Montserrat Fernández San Miguel. Doch es gebe in Spanien rund 2.000 solcher geschützter Landschaften, die nicht alle zu Nationalparks erklärt werden könnten. Den Titel würden einzigartige Naturreservate bekommen, wie zuletzt die Sierra de las Nieves in Málaga. Der frisch gebackene Nationalpark beherbergt einen der größten Bestände der Spanischen Tanne, die in der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN seit 2011 als gefährdet geführt wird. Die Spanische Tanne passte sich vor rund 10.000 Jahren an die letzte Eiszeit an.

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