Unverantwortliches Verhalten

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Murcia/Almería – sg. „So viele leere Regale in einem Supermarkt habe ich noch nicht gesehen“, sagt Michael Schütt, der schon viele Jahre in Águilas lebt, nachdem er am 12. März bei Mercadona einkaufen wollte. „Noch nicht einmal Kartoffeln gibt es mehr.“ Ähnliche Szenen spielten sich vergangene Woche an der ganzen Küste von La Manga bis nach Carboneras in der Provinz Almería ab. Viele Menschen aus Madrid und anderen Teilen des Landes flüchteten vor dem Coronavirus, der sich vor allem in der Hauptstadt schnell ausbreitet, in ihre Feriendomizile an der Küste von Murcia und Almería, um sich hier einzurichten, bis der Notstand wieder aufgehoben wird.
Vor allem in Calabardina in Águilas, Mazarrón und auf La Manga füllten sich plötzlich die über das Jahr über leerstehenden Wohnungen sehr zur Sorge der Bewohner und Bürgermeister. Sie befürchten eine unkontrollierte Verbreitung des Virus. María del Carmen (PSOE), Bürgermeisterin von Águilas, fand deutliche Worte in einem Interview mit dem Radiosender Ser. Es könne nicht sein, dass die Behörden drastische Maßnahmen ergreifen, Museen, Kulturzentren und Seniorentagesstätten schließen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und Leute aus Regionen mit den meisten Infizierten kämen, um hier ihre Ferien zu verbringen. Sie füllten Supermärkte und Strände, besuchten Cafés und Restaurants und hielten sich nicht an die Anordnung des Gesundheitsministeriums, 14 Tage zu Hause zu bleiben, sagte Moreno. Sie wies darauf hin, dass sich die bis zum 13. März erfassten 29 Coronavirus-Fälle in der Region Murcia in Madrid infiziert hatten.

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