Skandal um Porno-Workshop

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Huércal-Overa – sg. Ein Workshop über Sexualität und Pornographie an der weiterführenden Schule IES Cura Valera in Huércal-Overa hat vergangene Woche für viel Wirbel gesorgt. Der Vater eines 17-jährigen Schülers hatte sich bei der Direktion beschwert, dass sein Sohn gezwungen worden sei, mit einer Schülerin Oralverkehr vor der Klasse zu simulieren, wie die Zeitungen berichten. Für seinen Sohn habe der Akt eine traumatische Demütigung bedeutet, hieß es. Nach Angaben der Zeitung „Voz de Almería“ soll der Vater ein ranghohes Mitglied der konservativen PP sein.
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Die Leiterin des Workshops und des Bildungsunternehmens Formación Vida (Bildung Leben), Davinia Simón, zeigte sich überrascht über die Aufruhr, die ihr Unterricht auslöste. Ihrer Version zufolge ging es in dem Workshop darum, den Schülern zu erklären, dass das, was sie in einem Pornofilm sehen, nichts mit der Realität einer Beziehung zu tun habe. Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen, seien zwei Freiwillige ausgewählt worden, erklärte Simón. Auf die Frage, wie ein Pornofilm normalerweise beginne, hätten die Schüler „Oralverkehr“ geantwortet und die Situation mit vertauschten Rollen simuliert, ohne sich dabei zu berühren oder sich obszön zu bewegen.

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1 KOMMENTAR

  1. Da kann man mal sehen, wie krank unsere gesellschaften sind: da werden in den fernsehsendungen massenweise szenen gezeigt, in denen menschen abgeschlachtet werden. damit haben sie keine probleme. aber wehe, wenn jemand über pornographie auch nur aufklären will…aber der vater ist ja politiker.
    Vieleicht wollte der nur mal seinen namen in der zeitung stehen haben.

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