Protest gegen vermüllte Strände

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Die Proteste der Bewohner von Las Urrutias in Cartagena scheinen Wirkung gezeigt zu haben. Seit Jahren beschweren sie sich über den Zustand der Strände voller Morast und Seetang und fordern, dass vier Wellenbrecher entfernt werden. Durch die Steinmauern würde sich das Wasser stauen und Schlamm und Pflanzenreste aus dem Meer am Strand liegen bleiben, so die Anlieger. Die Nachbarschaftsvereinigung Los Urrutias drohte mit Demonstrationen.
Nun hat die Landesregierung von Murcia reagiert und für März grünes Licht für die Entfernung der Molen gegeben. In einem Gutachten stimmten Wissenschaftler und Umweltschützer zu. Mit der Beseitigung der Wellenbrecher sollen gleichzeitig die Strände Las Urrutias und Punta Brava instand gesetzt werden, gab Landwirtschaftsministerin Adela Martínez-Cachá (Volkspartei, PP) bekannt.
Vogelwelt kontrollieren
Die Arbeiten beginnen in dem Gebiet Marina del Carmolí und werden in Richtung Punta Brava fortgeführt. Zunächst sollen Schlamm und Abfall weggeschafft werden, hieß es. Während der Bauarbeiten werden die Vogel- und Fischbestände an den Molen überwacht. Im März fangen die Vögel an, Nester zu bauen.
Während die Landesregierung der Forderung der Bewohner und des Rathauses von Cartagena, die Molen zu entfernen, zustimmt, zögert die Küstenbehörde, die dem Umweltministerium in Madrid untersteht. Es hat nach Angaben des Rathauses bereits mehrere Gespräche gegeben zwischen dem Leiter der Küstenbehörde, Andrés Martínez, den Vertretern der Nachbarschaftsvereinigung Los Urrutias und der Eigentümerversammlung Estrella de Mar, Severo Sánchez und Mario Werner, sowie dem Bürgermeister José López (Unabhängige Partei, MC). Doch die Küstenbehörde verschiebe die Maßnahme wegen der Kosten. Die Arbeiten könnten frühestens im Oktober nach der Schonzeit für Vögel und Fische beginnen, hieß es.
Der Zustand der Strände stelle einen großen Nachteil für die Entwicklung des Mar Menor dar, so López. In Los Urrutias lebten das ganze Jahr über rund 300 Familien, sagte der Deutsche Mario Werner gegenüber der Zeitung „La Verdad“. Sie belebten das Geschäft. Fünf Restaurants seien ganzjährig geöffnet sowie eine Vermietungsagentur, ein Physiotherapeut, eine Weinhandlung, ein Tierarzt und ein Friseur, so Werner. Doch immer mehr Residenten überlegten, wegen der beklagenswerten Strände wegzuziehen .

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