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Ein Arbeiter holt Franco-General López Pinto in Cartagena vom Sockel. Foto: Rathaus

Murcia – sg. Wie gehen Deutschland und Spanien mit ihrer Geschichte um? Was hat es mit den Hakenkreuzwäldern auf sich? Gibt es sie wirklich oder sind es nur Legenden und Mythen? Der deutsche Professor für Sozialanthropologie an der Universität von Murcia, Klaus Schriewer, ist den Fragen nachgegangen. Die Ergebnisse präsentiert er am Dienstag, 3. März, in dem Vortrag „Politische Landschaften. Ein Beispiel aus Deutschland“ in der Sprachschule in Murcia. Organisiert wird die Veranstaltung von dem deutschen Kulturverein Amudal in Murcia und dem Zentrum für Europastudien der Uni Murcia.
„Es geht darum, wie Landschaften umgestaltet und genutzt werden, um politische Botschaften zu senden“, erklärt Klaus Schriewer. Ein Beispiel sind die ominösen Hakenkreuzwälder in Deutschland. „Ja, es gibt sie wirklich“, sagt der Anthropologe. „Die Recherche war sehr schwierig. Das Interessanteste ist aber nicht, dass sie existieren – das ist ein historisches Phänomen, das zur Kenntnis genommen wird –, sondern wie die Menschen vor Ort darüber sprechen, welche Legenden sich um diese Wälder gesponnen haben.“ Wie viele von diesen Wäldern wo wachsen, ob die Anwohner stolz oder abgeschreckt sind und ob die Bäume, die das Hakenkreuz formen, abholzt wurden oder nicht, verrät Klaus Schriewer erst in seinem Vortrag.

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