Mit Sack und Pack nach Afrika

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Mit Kind und Kegel: Fahrgemeinschaft auf dem Weg nach Marokko. Foto: Ángel García

Villajoyosa – ac. Jeden Sommer gibt es auf den Autobahnen entlang des Mittelmeers das gleiche Phänomen zu beobachten. In vollbepackten Fahrzeugen reisen über eine Million Nordafrikaner aus der europäischen Wahlheimat zu ihren Familien in den Maghreb.
Viele kommen von Frankreich, Deutschland oder Italien. Wegen der kürzereren Überfahrt ist es günstiger, in Spanien an Bord der Fähre zu gehen, als in Marseille oder Genua. Fliegen ist meist auch keine Option, da den Familien in Nordafrika ja haufenweise Geschenke überbracht werden sollen. Also werden Kleider, Fahrräder und alles, was der Verwandtschaft sonst noch Freude bringen könnte zusammen mit Kind und Kegel ins Auto gepackt und ab geht die abenteuerliche Reise, über tausende Kilometer. Zwischenziel sind die Häfen von Algeciras, Tarifa, Almería oder Alicante. Von dort aus geht es übers Mittelmeer weiter zu so exotisch klingenden Orten wie Tanger, Nador oder Oran.

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2 KOMMENTARE

  1. Da kommen die „Schutzbedürftigen“ um dann in den Ferien/Urlaub in ihre Heimatländer zu fahren.
    Wo vor flüchten diese Leute eigentlich?

    • Wer redet denn hier von Flüchten? Die Personen, um die es in der Geschichte geht, leben meist schon seit vielen Jahren in Europa. In dem konkreten Fall sind es sogar französische Staatsbürger.

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