Corona-Krise: Nicht fliegen, stornieren, umbuchen?

1
9438
Foto. Archiv

Alicante – ste. Nach der Erklärung des Notstandes ist ungewiss, ob Flugverbindungen auch an den kommenden Tagen noch weiter bestehen werden. Das Interesse an Umbuchungen oder Stornierungen ist daher hoch. Doch welche Möglichkeiten hat ein Kunde in diesem Fall? Und wie wahrscheinlich ist es, dass ein Flug storniert wird?

Ryanair: Die Airline hat angekündigt, ab Dienstag, 17. März, Flüge in und aus Risikogebieten zu stornieren. Im Fall einer Stornierung kann der Kunde entweder auf eine andere Verbindung umgebucht werden oder er erhält das Geld zurück. Die Airline schreibt auf ihrer Seite, Flüge, die bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht storniert seien, fänden mit hoher Wahrscheinlichkeit statt. Falls der Gast storniert, trägt er dafür die Kosten.

Norwegian: Norwegian hat Flüge nach Österreich aufgrund der Nähe zu Italien und des daraus resultierenden erhöhten Risikos ausgesetzt. Flüge nach Deutschland bestehen aber weiterhin. Es besteht die Möglichkeit, die Verbindung gegen Gebühr zu ändern. Wer einen „Flex-Tarif“ gebucht hat, kann kostenlos vom Flug zurücktreten. Falls die Airline den Flug storniert, bekommt der Gast das Geld zurück oder kann eine alternative Verbindung wählen.

Iberia und Vueling: Die spanische Airline äußert sich nicht zur Möglichkeit der Stornierung durch den Kunden. Auf ihrer Website lässt sie lediglich verlauten, dass die Telefonhotline überlastet ist und jeder Kunde sein E-Mail-Postfach im Auge behalten sollte, wo er unter Umständen über eine Stornierung informiert würde.

Lufthansa: Lufthansa bietet allen Passagieren, die bis zum 5. März gebucht haben und deren Flug bis einschließlich 30. April geht, die Möglichkeit, ohne Gebühr auf einen späteren Zeitpunkt umzubuchen. Wer noch kein neues Datum festlegen möchte, kann sich den Flug auch als Gutschein eintragen lassen und hat das Recht, bis zum 30. Dezember einen Flug auf derselben Strecke anzutreten.

Easyjet: Die britische Airline betont, streng nach den Vorgaben des britischen Außen- und Gesundheitsministeriums zu handeln und erkennt daher Flugziele, die nicht von der Airline selbst gecancelt worden sind (in diesem Fall erstattet Easyjet das Geld), als sichere Reiseländer an. Trotzdem hat sie nun aufgrund der zahlreichen Bedenken beschlossen, von Umbuchungsgebühren abzusehen. Die Preisdifferenz vom neuen zum alten Flug trägt aber der Kunde.

Mehr in der Printausgabe

1 KOMMENTAR

  1. Seit dem 14. März warten wir auf einen Abflug nach Deutschland. Immer wieder Annulierungen. Beim Auswärtigen wurden wir registriert, wir warte. Heute ist der 24. März, wir sind noch immer hier in La Manga del Mar Menor
    Ellen und Karlheinz Härtel

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.