Explosion: Anwohner erschlagen

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Rauch stieg nach der Explosion in dem Chemiepark in der Nähe der katalanischen Hafenstadt Tarragona auf. Fotos: dpa

Tarragona – dpa/sk. Bei einer größeren Explosion in einem Chemiepark in Tarragona sind acht Mitarbeiter verletzt worden und ein Mensch ums Leben gekommen. Der Mann befand sich zum Zeitpunkt des Chemieunfalls am Dienstagabend zwei Kilometer vom Werk in La Canonja entfernt in seiner Wohnung, deren Struktur von der Druckwelle so stark beschädigt wurde, dass er von den herunterfallenden Gebäudeteilen erschlagen wurde.

Von den acht verletzten Menschen haben zwei schwere Verbrennungen erlitten, den Zustand eines der Opfer bezeichnete der katalanische Innenminister Miquel Buch sogar als sehr ernst. Die Identitäten der Opfer wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Nach Angaben des betroffenen Unternehmens wird noch ein Mitarbeiter vermisst. Es könne aber sein, dass die Person sich zum Zeitpunkt des Unfalls nicht in der Fabrik aufgehalten habe, hieß es.

Die Regionalregierung hatte kurz nach der Explosion vor möglichen gesundheitsschädlichen Dämpfen gewarnt. Dafür gebe es inzwischen aber keine Indizien, versicherte der Zivilschutz. Deshalb wurde nur für drei kleinere Vororte der Aufruf aufrechterhalten, nicht ins Freie zu gehen und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Das Problem sei dort aber nur der Rauch, hieß es. Vier wegen der Explosion gesperrte Straßen wurden wieder freigegeben.

Die Ursache der Explosion, die sich kurz vor 19 Uhr ereignete, blieb zunächst unbekannt. Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra, sein Innenminister Buch und andere Politiker fuhren noch am Abend nach Tarragona, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen.

Eine hohe Rauchwolke war auch lange nach der Explosion von Weitem zu sehen, wie Videoaufnahmen und Fotos zeigten, die in sozialen Netzwerken gepostet wurden. Mehr als eine Stunde nach dem Unfall bekämpften nach amtlichen Angaben 24 Feuerbrigaden die Flammen. Diese seien weitgehend unter Kontrolle, hieß es.

Die Explosion ereignete sich nach Behördenangaben in der Fabrik des Unternehmens Iqoxe, in der Ethylenoxid produziert werde. Ethylenoxid ist für die Herstellung unter anderem von Reinigungs- und Lösungsmitteln wichtig. Im Chemiepark von Tarragona hat unweit des Unfallortes unter anderem auch BASF eine Fabrik.

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