400 Jahre Altea

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An einigen Stellen kann man noch Reste der Stadtmauer sehen. Foto: Ángel García

Altea – sk. Am 11. Januar bricht ein wichtiger Tag für Altea an. Dann jährt sich zum 400. Mal der Gründungstag der Stadt. Die Perle des Mittelmeers, wie sich Altea gerne bezeichnet, erhielt am 11. Januar 1617 ihre Stadturkunde, die Carta Pobla. Historiker wie Stadtchronist Juan Martín Devesa sprechen allerdings nicht gerne vom Geburts- oder Gründungstag, sondern von Wiedergeburt oder Renaissance – und das im Fall Alteas unter dem Zeichen des doppelköpfigen Adlers der Habsburger im Stadtwappen.
Wiedergeburt, weil es nördlich des Algar-Flusses lange vor der Stadtgründung bereits eine befestigte Siedlung namens Altea gab – was wiederum richtig und falsch zugleich ist. Denn das heutige Altea La Vella verfügte zwar bereits seit 1279 über eine eigene Stadturkunde, galt aber Anfang des 17. Jahrhunderts schon seit rund 80 Jahren als verlassen. Nur ein paar Dutzend Familien suchten oben in der Festung in der Sierra Bernia Schutz vor Piratenangriffen und anderen Widrigkeiten. Alle Besiedlungsbemühungen der aragonesischen Krone schlugen ein ums andere Mal fehl. Wenn nicht Piraten und Korsaren die strategisch wichtige Küste heimsuchten, fielen Glücksritter über sie her und versklavten die moriskische Bevölkerung. Der 11. Januar 1617 markiert eine Zäsur, weil offiziell eine neu erbaute Befestigungsanlage an einem äußert günstigen Standort endlich die Erschließung der Anbaugebiete und die Kontrolle des Schiffverkehrs ermöglichte.

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