Zentralbank warnt vor Folgen

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Die Zentralbank in Madrid warnt vor den Folgen der Krise. Foto: CBN-Archiv
  • Nie dagewesene wirtschaftliche Störung
  • Jetzt ist die EU gefordert
  • Öffentliche Hand kann Folgen der Krise abfangen

Madrid – sk. Mit ungewöhnlich drastischem Tonfall warnt der Vorsitzende der spanischen Zentralbank, Pablo Hernández de Cos, vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise. „Wir stehen einer nie dagewesenen Störung, von unbekannter, aber auf jeden Fall stark spürbarer Intensität, gegenüber. Die notwendigen Maßnahmen der Eindämmung in Spanien undin vielen anderen europäischen Ländern hat eine sehr ernsthafte Unterbrechung der wirtschaftlichen Aktivität verursacht“, sagte der Hernández de Cos. Trotz bereits ergriffener Maßnahmen – die Regierung verabschiedete am Dienstag ein Hilfspaket von 200 Milliarden Euro  – hat die Zentralbank eine „ehrgeizigere, gemeinsame europäische Finanzpolitik“ gefordert mittels Instrumenten wie dem EU-Haushalt, dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und der Europäischen Investitionsbank (EIB). Hernández de Cos appelierte auch an die Stärkung von Mechanismen der Staatengemeinschaft, mittels denen das Stabilitätsrisko der Haushalten einzelner Mitglieder abgefangen werden kann. „Mehr Anstrengung und eine bessere Koordination auf europäischer Ebene ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit“, meinte er. Nur die Politik der öffentlichen Hand könne die wirtschaftlichen Folgen der Krise zeitlich einschränken und verhindern, Familien wie Firmen dauerhaft darunter zu leiden haben.

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